Willkommen auf meinem Blog

Hallo und herzlich willkommen auf meinem Blog. Ich werde diesen Monat meinen Master in abstraktem Unsinn (aka reine Mathematik) abschließen und beginne dann mit einer Reise. Wohin diese Reise geht ist nicht klar. Sicher ist allerdings, dass er nicht „typisch“ sein wird und mit dem Ziel maximal viel auszuprobieren, zu lernen und zu hinterfragen. Auf dieser Reise möchte jedem helfen der sich eingeschüchtert fühlt von existierenden, konservativen und einsozialisierten Strukturen. Außerdem möchte ich dir bei Entscheidungen helfen bei denen es unter anderem um Ethik, Lernpotenzial, Spaß, Sinn und ähnliches geht. Und wo es um Ethik und Sinn geht, wird es vor allem auch um Zukunft gehen.

Natürlich hoffe ich auch auf Austausch und Diskussionen in den Kommentaren.

Primär geht es natürlich in diesem Blog darum interessierten Lesern eine Plattform zu bieten auf der  man sich Ausführungen meiner Gedanken und Recherchen anlesen kann und mitdiskutieren kann. So hoffe ich dann dem Leser in seiner Lebensphilosophie weiterbringen zu können. Hinter den Kulissen ist das Ziel natürlich auch für mich, meine Recherchen, Meinungen und Entscheidungen (vor allem auch der Weg dahin) niederschreiben zu können um mich selber darin zu bestärken und eine Referenz zu haben wo ich diese wieder aufsuchen kann. Natürlich hoffe ich auch auf Austausch und Diskussionen in den Kommentaren, die zur weiteren Erkenntnisgewinnung führen sollen.

 

Um noch kurz etwas zu mir zu verraten: ich studiere Mathe und das macht mir Spaß. Aber das war es auch schon. In dem Bereich der algebraischen Topologie in dem ich gelandet bin, gibt es keinerlei Anwendung (nicht mal im Entferntesten). In dem Teilbereich in dem ich geforscht habe gibt es dann auch nur noch einen sehr eingeschränkten Kreis von Menschen auf der Welt, die sich dafür interessieren. Man kann sich die Forschung dort vorstellen wie in ein Computerspiel: es macht Spaß; wenn man was tolles schafft, wissen es ein paar Leute (die anderen Spieler) zu schätzen; außerhalb des Spiels interessiert es niemanden was darin passiert und es wird auch nie jemand davon profitieren. Aber Spaß ist mir nicht genug.

Meiner Meinung nach ist der Sinn wesentlich um langfristig Motivation an seiner Arbeit zu haben.

Für mich gibt es verschiedene wichtige, sogar notwendige, Grundpfeiler für eine Tätigkeit die ich ausüben möchte. Erstens, Spaß ist natürlich wichtig. Genauso wichtig ist es allerdings einen Sinn in dem zu sehen das man tut. Meiner Meinung nach ist der Sinn wesentlich um langfristig Motivation an seiner Arbeit zu haben. Was dieser Sinn genau ist, kann natürlich jeder für sich entscheiden. Für mich beinhaltet das jedenfalls einen Nutzen für andere zu schaffen. Ich möchte etwas in der Welt bewegen.

Die große Last einer Tätigkeit die mich nicht erfüllt fällt dann einfach weg.

Wie es mit spaßigen Tätigkeiten so ist, bin ich natürlich nicht direkt mit dieser hinterfragenden Perspektive aufgekommen die mir die Augen geöffnet hat, sondern habe erstmal nur blind genossen und sozusagen „konsumiert“. Das Hinterfragen geschah für mich erst am Anfang meines Masters, als ich ein Forschungssemester an die University of California, Berkeley absolvierte. Dort kam ich in Kontakt mit jeder Menge interessanter Menschen, die im Rahmen ihres Studiums Projekte durchführten, mit denen sie tatsächlich Einfluss auf die Welt hatten mit häufig direktem Feedback (also sichtbaren Ergebnissen). Dort habe ich dann angefangen selber in der Social Entrepreneurship Szene aktiv zu werden und bin einem Projekt als Android Entwickler beigetreten. Dann wurde mir plötzlich klar, dass ich den Plan dort zu promovieren wo ich forschte, auf keinen Fall einfach so durchziehen darf, auch wenn es der Weg des geringsten Widerstands wäre. Zu dem Zeitpunkt war ich allerdings schon relativ weit auf dem Gebiet, das heißt meine Masterarbeit mit der ich dort angefangen hatte wollte ich zu Ende bringen, um nicht weiter Zeit mit neuen Einarbeitungen zu verlieren. Letzten Endes arbeitete ich 1.5 Jahre an meiner Masterarbeit. Das lag natürlich teilweise daran, dass es ein anspruchsvolles Thema war, aber auch daran dass die Motivation die mich von dem Zeitpunkt in Berkeley an immer weiter verlassen hat. Ich habe deswegen gleichzeitig noch andere Projekte angefangen und es wurde immer schwieriger effektiv daran zu arbeiten. Nächste Woche werde ich die Arbeit abgeben. Und das fühlt sich toll an. Die große Last einer Tätigkeit die mich nicht erfüllt fällt dann einfach weg. Dieses Gefühl möchte ich nie wieder erleben.

 

Für mich geht es jetzt in eine andere Richtung. Ich habe ein Studium bei dem ich nichts gelernt habe außer zu denken. Mit dieser Voraussetzung stehe ich fachlich natürlich erstmal nicht so gut da. Deswegen begebe ich mich jetzt auf einen Weg, bei dem es erst mal primär darum geht viel zu lernen! Dieses Lernen kann ich einsetzen um dann das zu tun was ich liebe, also etwas mit mindestens Spaß und Sinn. Soweit der Plan.

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